Lebensraum Wald                  >>>  hier für Android

Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Pflanzen, Pilze und Tiere bilden ein komplexes Ökosystem, das zum Beispiel durch Stoff- und Wasserkreisläufe auf vielen Ebenen mit sich und seiner Umgebung verbunden ist. Unsere Wälder bilden ein vielfältiges Mosaik verschiedener Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Vom Ameisenhaufen bis zur Spechthöhle, vom Moor bis zur Baumkrone - es gibt unzählige ökologische Nischen, auch in wirtschaftlich genutzten Wäldern.

Werbefilm für Leben im Wald (Gewinner des "Spots for Nature" Filmwettbewerbs des Bundesamts für Naturschutz(BfN) 2002) :

Raubtiere des Waldes (Sendung von Planet Schule, 14 Min): "Wolfsgeheul im Schwarzwald? Undenkbar. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Raubtiere unserer Wälder systematisch verfolgt – Wolf und Braunbär in Deutschland gar komplett ausgerottet. Seither ist das ökologische Gleichgewicht der Wälder gestört, und der Mensch muss regulierend eingreifen – Jäger als Wolf-Ersatz.
Der Film stellt die wichtigsten Raubtiere des Waldes vor – Wolf, Luchs, Fuchs, Dachs, Baummarder und Braunbär. Er erzählt auch von der Hoffnung, dass durch gezielte Wiederansiedlungsprojekte oder heimliche Einwanderer vielleicht doch wieder einmal Wolfsgeheul im deutschen Wald zu hören sein wird – auch außerhalb von Wildparks." (Quelle: SWR)

Das geheimnisvolle Leben der Waldpflanzen  (Sendung von Planet Schule, 29 Min): Ohne Pflanzen gäbe es kein tierisches oder menschliches Leben auf der Erde. Im Wald wachsen die kleinen, grünen Sauerstoffproduzenten in vielen verschiedenen Arten. Jede Pflanze hat eine bestimmte Nische erobert - und viele von ihnen verfügen über verblüffende Taktiken, um sich fortzupflanzen.
Relativ wenig Aufwand treiben die Windbestäuber wie Hasel oder Fichte. Der Lerchensporn investiert in Nektar, um bestäubende Insekten anzulocken. Der Aronstab nimmt seine Bestäuber gar vorübergehend gefangen. Auch die Verbreitungswege der Samen sind vielfältig: Manche lassen sich einfach vom Winde verwehen, während es andere darauf absehen, sich fressen zu lassen. Erdbeere und Moschuskraut rekrutieren Schnecken für den Samentransport. Das Springkraut erschließt mit einem raffinierten Schleudermechanismus neue Lebensräume für seine Nachkommen.
Vom Lebenszyklus der Pflanzen und ihren Anpassungen an die Umwelt erzählt dieser Film. (Quelle: SWR)

Die Waldarbeiter und Flößer (Sendung von Planet Schule, 15 Min): Vor 1100 Jahren war der Schwarzwald ein undurchdringlicher, fast menschenleerer Urwald. Die ersten Siedler waren christliche Missionare, die das Land im Auftrag adliger Grundherren urbar machten. Sie ließen zunächst den Wald roden, der ihnen den wichtigsten Rohstoff lieferte: Holz. Holz wurde für den Hausbau gebraucht, in den Bergwerken und auch als Brennmaterial in Form von Holzkohle. Die Waldarbeit zog viele Menschen in den Schwarzwald. Neue Berufszweige entstanden, wie der der „Flößer“: Sie banden die Baumstämme zum Transport zusammen und „verflößten“ sie auf den Flüssen bis nach Holland. Noch heute ist Holz eine der wichtigsten Einnahmequellen im Schwarzwald. Doch das Leben der Waldarbeiter hat sich grundlegend verändert. (Quelle: SWR)

Die Köhler (Sendung von Planet Schule, 15 Min): Mit der Besiedlung des Schwarzwalds und dem Abbau der Bodenschätze wie Eisen, Silber und Kupfer kamen auch die Köhler in den Wald. Denn für die Verarbeitung von Eisenerz und die Verhüttung von Edelmetallen wurden Temperaturen benötigt, die mit der Verbrennung von Holz nicht zu erreichen waren: Das Holz musste zunächst verkohlt werden, um als Brennmaterial dann die nötige Hitze entwickeln zu können. Diese Arbeit erledigten die Köhler; sie führten ein ärmliches und einsames Leben tief in den Wäldern. Heute ist der Beruf des Köhlers fast ausgestorben.  (Quelle: SWR)